Frauen im (Projekt)ManagementDer Frauenanteil liegt bei Erwerbstätigen im Wesentlichen bei „Halbe-Halbe“ (43 %), im Management von Großunternehmen jedoch nur mehr bei rund 8%. Der Anteil von Projekt- und Prozessmanagerinnen wird auf ca. 18% geschätzt.
Gerade für das Projektmanagement bringen Frauen viele Eigenschaften und Fähigkeiten mit, die sich positiv auf das Arbeitsleben auswirken. Die klassisch kolportierten „weiblichen“ Qualitäten sind Kommunikationsstärke, Einfühlungsvermögen, Flexibilität, Konsensvermögen, Kreativität und die Fähigkeit mehrer Dinge parallel zu tun. Frauen haben ein fein entwickeltes Gespür für Stimmungen und Störungen im Team und besitzen die Fähigkeit persönliche Besonderheiten produktiv im Arbeitsprozess aufzugreifen und unterschwellig wirkende Störungen aufzulösen und damit zur Erfolgsoptimierung im Team wesentlich beizutragen.
Männer und Frauen sprechen eine unterschiedliche Sprache. John Gray hat das in seinem Buch „Männer sind anders. Frauen auch.“ („Men Are from Mars, Women Are from Venus“) sehr gut populärwissenschaftlich beschrieben. Auch im Projektleben werden beispielsweise Erklärungen anders abgegeben, ist der Wert auf „das letzte Wort haben“ ist unterschiedlich verteilt. Es besteht daher Bedarf die Sprache des anderen kennen zu lernen, um eine gute Zusammenarbeit zu gewährleisten.
Je nach Anforderungen im Projekt kann damit die „ideale Besetzung“ auch durch Auswahl eines weiblichen oder männlichen Projektmanagers gefunden werden. Berücksichtigt werden müssen dabei aber natürlich auch Anforderungen der Projektumwelten. Untersuchungen haben gezeigt, dass Verschiedenartigkeit in Geschlecht und/oder Nationalität Kreativität beflügelt.
Die Mitarbeit von Frauen im (Projekt)Management bringt den Unternehmen Vorteile wie die Erschließung des gesamten Kompetenzpotenzials, Nutzung weiblicher Sozialkompetenz, erhöhte Arbeitsleistung durch gemischte Teams sowie Imagegewinn durch Maßnahmen zur Chancengleichheit. |